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10 Mögliche Indikatoren zum Erkennen eines Endes des Bärenmarktes

1. Zinssenkung der FED


Aktuell befindet sich die amerikanische Notenbank in einem Zinserhöhungszyklus, dieser dient der Bekämpfung der Inflation unter Inkaufnahme einer Rezession in den USA. Das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage soll wiederhergestellt werden und anders als sonst haben wir es diesmal mit einer Stagflation zu tun, d.h. die Angebotsseite ist der beschränkende Faktor, diese kann zurzeit nicht mit der Nachfrage Schritt halten und somit muss die Nachfrage gedrückt werden. Bei der klassischen Geldpolitik erhält die Nachfrageseite einen Stimulus, dieser wäre aber kontraproduktiv und würde nur noch höhere Inflationsraten nach sich ziehen. Der stark steigende Zins und der hohe Dollarkurs bringen dabei auch viele Schwellenländer in Bedrängnis, da diese sich häufig in US $ verschuldet und nun höhere Zinslasten zu tragen haben. Hierdurch geraten vermehrt auch die Schwellenländer in die Rezession. Selbst in der €-Zone ist durch das ansteigende Zinsdifferential eine Abschwächung der Währung die Folge, damit steigen wiederum die Bezugskosten von den Rohstoffen, die überwiegend in US $ fakturiert werden. Deswegen ist die EZB seitens der USA gezwungen auch ihre Zinsen zu erhöhen, um den Währungsverfall zu stoppen bzw. zu begrenzen, denn Währungsverfall heißt hier importierte Inflation, die zusätzlich zu den stark angestiegenen Rohstoff – und Energiepreisen noch zusätzlich als preistreibender Faktor hinzukommt. Somit wird die €-Zone in ihrer Gesamtheit allein durch diesen Faktor immer mehr in Richtung Rezession getrieben.


Der aktuelle Zinserhöhungszyklus ist laut des FED-Vorsitzenden Jerome Powell noch nicht abgeschlossen und wird auch länger andauern als zunächst von den Marktteilnehmern erwartet. Ein Zinsniveau von 4,5 % (akt. 3,25 %) wird in 2023 angestrebt und dieses soll bis in das Jahr 2024 beibehalten werden.


Im Hinblick auf die derzeitige Zinspolitik der FED kommt eigentlich noch kein positiver Impuls für eine Bodenbildung am Aktienmarkt zustande, zumal gleichzeitig auch eine Bilanzverkürzung, also ein Liquiditätsentzug von 95 Mrd. $ pro Monat (ab Sept.) erfolgen soll. Die Bilanzsumme der FED hat sich seit der Finanzkrise 2008 von 1 Bill. auf bis zu 9 Bill. $ erhöht. Diese große Geldmengenerhöhung ist auch genau der Treiber der Asset Price Inflation gewesen, der mittlerweile auch auf die allgemeine Verbraucherpreisinflation übergegriffen hat. Die Bilanz der EZB ist nahezu identisch vergrößert worden und zumindest hat sich die EZB durchringen können, diese nicht weiter zu erhöhen, ob auch hier eine dringend notwendige Bilanzverkürzung vollzogen wird, ist aus heutiger Sicht noch unklar und wird bei Vollzug die Märkte insbesondere in der €-Zone zukünftig zusätzlich belasten. Die große Party der Geldmengenerhöhung ist mindestens vorläufig vorbei.


Aber allein eine Verkündigung der FED auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen würde aller Voraussicht nach eine starke Bärenmarktrallye auslösen. Hierfür gibt es auch die ersten Signale am Markt.


Der Indikator für eine Bärenmarktrallye wird mit hoher Wahrscheinlichkeit demnächst auf Grün springen, für ein Ende des Bärenmarktes sind wir weiterhin auf Rot.



Zinsen EZB, USA, Japan, Schweiz und England im Vergleich seit 2005



Bilanzsumme der EZB seit 1999



Bilanzsumme der FED seit 2002



2. Steigende Arbeitslosenquote, Anzahl der offenen Stellen im Verhältnis zur Arbeitslosenzahl


Der nächste wichtige Indikator ist ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit in den USA. Steigt diese wird erkennbar, dass die wirtschaftliche Aktivität nachlässt.


Einerseits sinkt dadurch das Einkommen und somit die Nachfrage nach Gütern und andererseits wird das extreme Missverhältnis von offenen Stellen mit 10,1 Mio. (6,2 %) zu Arbeitssuchenden 5.8 Mio. (3,5 %) wieder allmählich in ein normales Verhältnis gebracht. Durch diesen Umstand, dass auf 2 offene Stellen nur 1 Arbeitssuchender kommt wird die Lohn-Preisspirale angeheizt, die wiederum einen guten Teil der Inflation ausmacht. Auch von dieser Seite wird ersichtlich, dass die Angebotsseite aufgrund fehlender Arbeitskräfte nur sehr beschränkt erweitert werden kann.


Auch der deutsche Arbeitsmarkt weist Ähnlichkeiten zum amerikanischen auf. Zwar liegt die Zahl der offenen Stellen unterhalb der Arbeitslosenzahl, jedoch gibt es hier ein sehr großes Qualifikationsproblem und das hiesige Sozialsystem setzt zusätzlich falsche Anreize, denn oftmals ist gerade in den unteren Einkommensgruppen ein Arbeiten zum Mindestlohn kaum lohnenswert, da das Lohnabstandsniveau gegenüber den Sozialleistungen viel zu gering und teilweise sogar negativ ist. Des Weiteren macht sich in den nächsten Jahren immer mehr die Demografie, das Ausscheiden der Babyboomer und das geringe Nachrücken der jungen Generation bemerkbar. Ohne langfristige Maßnahmen wird dieses zu einem geringeren Potentialwachstum der Wirtschaft führen und andererseits verstärkt Druck auf die Lohnentwicklung ausüben. Die Vernachlässigung des Anreizes vermehrt Kinder zu bekommen und die Zuwanderung von teilweise nicht genügend qualifizierten potentiellen Arbeitnehmern wirken sich vermehrt inflationstreibend aus.


Die FED hat den Arbeitsmarkt sehr genau im Blick für ihre zukünftigen Zinsentscheidungen. Der erste Anstieg der Arbeitslosigkeit von 3,5 % auf 3,7 % hat am Tag der Veröffentlichung für einen Kursanstieg in den Indizes gesorgt, der aber in den folgenden Tagen sofort wieder verpuffte.



Meldung der Arbeitslosenquote in den USA 02.09.2022


Die FED hat nochmal klargemacht, dass sie die Inflation langfristig sinken sehen will und nicht den Fehler aus den 70er Jahren wiederholen werde, zu schnell auf ein Sinken der Inflationsrate mit einer Zinssenkung zu reagieren. In den 70er hat das nach einem ersten Absinken der Inflation und der darauf rasch folgenden Zinssenkung in der Folgezeit zu noch höheren Inflationsraten geführt, welcher nur durch noch stärkere Zinserhöhungen Einhalt geboten werden konnte und damit einhergehend die amerikanische Volkswirtschaft noch tiefer in die Rezession gleiten ließ.


Je länger man die Inflation laufen lässt, desto mehr Verankern sich die Inflationserwartungen und umso drastischer müssen die eingesetzten Mittel werden. Der gesamtwirtschaftliche Preis steigt damit immer weiter in die Höhe.


Von diesem Indikator gibt es kaum Entwarnung, aber die Arbeitslosigkeit ist ein nachlaufender Indikator und zumindest gibt die Zahl der offenen Stellen nach, hierdurch zeigt sich ein Einbremsen der wirtschaftlichen Aktivität in den USA.

Arbeitslosenquote 3,5 % bzw. 5,8 Mill.

Offene Stellen 10,1 Mio. bzw. 6,2 %



3. Pessimismus der Anleger


Die Stimmung bei den Anlegern muss sehr schlecht sein, denn je schlechter die Stimmung desto eher haben sich die Anleger bereits von den Aktien getrennt und/oder haben sich über Absicherungsinstrumente wie dem Shortselling gegen weitere Kursverluste gewappnet.


Kommt es dann in dieser Phase zu den ersten positiven Nachrichten, wie zum Beispiel, die FED signalisiert vorläufig keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen, wird die Untergewichtung von Aktien wieder leicht nach oben korrigiert. Hierdurch ergibt sich dann auch für die ersten Shortseller das Signal, ihre bereits eingefahrenen Buchgewinne durch Auflösung der Shortpositionen, d.h. Kauf der entsprechenden Werte, zu sichern. Das löst dann wiederum weitere Kurssteigerungen aus, die dann weitere Käufer anlockt. Ein selbstverstärkender Prozess wird in Gang gesetzt.


Am 22. Juni diesen Jahres erreichte der Pessimismus an der Börse ein 11 Wochen Hoch und der S&P 500 wenige Tage zuvor sein Jahrestief, eine Rallye von über 10 Prozent setzte ein. Als nachhaltig hat der Kursanstieg sich nicht erwiesen, da viele andere Faktoren nicht auf „Grün“ gesprungen sind.


Wenn der nächste bullische Zyklus kommt, wirkt dieser Faktor wie ein Verstärker, denn der Pessimismus ist weiterhin sehr verbreitet.



4. Aktienrisikoprämie muss mindestens über dem Jahrestief sein


Hier sind 2 Faktoren zu ermitteln und in ein Verhältnis zu setzen:


1. Der risikolose Zins, den Marktteilnehmer erhalten, wenn sie in amerikanische Staatsanleihen (Insolvenzrisiko wird als Null angesehen) investieren und

2. die Unternehmensgewinne der Unternehmen, die sich im S&P 500 befinden. Ausgedrückt wird dieser mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis oder auch kurz KGV.


Bei gleichbleibenden KGV, aber höheren Zins verschlechtert sich die Prämie:


KGV 20 invertiert (Kehrwert x 100) ergibt die durchschnittliche Unternehmensrendite = 5 %


Rendite der 5 jährigen amerikanischen Anleihen vor 12 Monaten = 1 % ; aktuell = 4,15 %


Daraus ergeben sich folgende Risikoprämien:


Vor 12 Monaten: 5 % - 1 % = 4 % Risikoprämie ; aktuell: 5 % - 4,15 % = 0,85 % Risikoprämie


Hier wird schnell erkennbar, die Risikoprämie ist auf ein äußerst kleines Niveau gefallen, kaum ein Investor wird für eine erwartete Mehrrendite ggü. den Staatsanleihen von nicht einmal 1 % das Kursrisiko auf sich nehmen.


Um hier wieder auf ein angemessenes Niveau zu kommen, müssen die Aktienkurse schneller fallen als die Unternehmensgewinne oder die Unternehmensgewinne wieder steigen. Und/oder die Zinsen bzw. Zinserwartungen müssen fallen.


Das KGV vom S&P 500 liegt bei aktuell 19,40.


Zurzeit fallen die erwarteten Unternehmensgewinne und die Zinserwartung geht weiter nach oben (akt. Zielzone liegt bei 4,5 %), der Indikator steht damit weiterhin auf Rot.


Idealerweise sinkt das KGV (starke Kurseinbrüche und/oder sich stabilisierende Unternehmensgewinne, im besten Fall wieder steigende) in Zukunft auf ein langjähriges Tief von 10 -15 und gleichzeitig signalisiert die FED keine weiteren Zinserhöhungen mehr.


Damit, wir nehmen für das Beispiel ein KGV von 12 an, ergibt sich eine angemessene Aktienrisikoprämie:


KGV 12 = 8,33 % und die Rendite der Anleihen verbleibt bei 4 %

= 8,33 % - 4 % = 4,33 % Aktienrisikoprämie


Das wäre ein eindeutiges Signal sich wieder langfristig den Aktien zuzuwenden.


Wobei auch zu beachten ist, ob nicht eine einzelne Branche, wie zurzeit die Ölwerte (Übergewinne), das KGV zu sehr verzerren, dies gilt es in den Überlegungen zu berücksichtigen.



5. Sinken der Rendite bei 2-jährigen Staatsanleihen


Fällt die Rendite der 2-jährigen Staatsanleihen um 50 Basispunkte oder mehr ggü. dem Hoch der letzten 6 Monate, wie dies gegen Ende Juni der Fall gewesen ist, lassen die Markterwartungen zu weiteren Zinssteigerungen nach und es fließt wieder das Geld von den Staatsanleihen in die Aktienmärkte.


2-jährige US-Staatsanleihen


Aktuell ist der Indikator nicht erfüllt.



6. Zinsstrukturkurve nicht mehr invertiert


Die Zinsstrukturkurve in den USA ist invertiert, d.h. entgegen dem Normalzustand notieren die länger laufenden Staatsanleiherenditen unterhalb der kürzer Laufenden.


Staatsanleiherenditen in den USA


Differenz der Rendite aus 10-jähriger US-Staatsanleihe zu 2-jähriger US-Staatsanleihe beträgt -0,258 % und hat sich damit von dem Tief der letzten Monate bei -0,55 % gelöst. Die letzten Wochen haben eine leichte Verbesserung gebracht.


Der Markt preist eine sich abkühlende Konjunktur bzw. Rezession ein, damit einhergehend fallende Unternehmensgewinne. Erst wenn die Kurve wieder normal steigend ist, gehen die Marktteilnehmer wieder von einer anziehenden Konjunktur aus.


Eine Abflachung der inversen Zinsstrukturkurve würde auf erste Anzeichen einer Normalisierung der Konjunktur hinweisen.


Im Moment gibt es von dieser Seite ein erstes kleines Anzeichen einer Entwarnung.



7. Sehr hoher Volatilitätsindex


In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass ein finaler Sell-Off erfolgen muss. Der Aktienmarkt und somit die Anleger müssen kapituliert haben.


Der VIX drückt die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500 aus, dieser ist gleichzeitig das Angstbarometer.


Der VIX erreicht in den finalen Sell-Offs oftmals Werte von weit über 50. Coronatief 80, Finanzkrise (2008) 70 und am schwarzen Montag, beim größten prozentualen Verlust des Dow Jones von -22 % an einem Tag, einen Wert von 172!


Volatilitätsindex des S&P 500 VIX 2005 – Heute


Bisher sind wir mit einem VIX von knapp 30 Punkten noch weit von einer Kapitulation des Marktes entfernt.


Idealerweise sehen wir in der Zukunft Werte von mehr als 50 Punkten und damit läge ein weiterer Indikator vor, dass der Bärenmarkt sein baldiges Ende nimmt.



8. Keine Überbewertung des Marktes


Einen guten und sehr einfachen Indikator hat die Bank of Amercia (BoA) entwickelt:


Die 20er Regel


Die Summe der Werte aus Inflationsrate und KGV muss kleiner 20 sein.


Mit einem KGV von knapp 19 und einer Inflationsrate von guten 8 %, steht der Wert bei 27, weit entfernt von unter 20.


Verbraucherpreise der letzten 10 Jahre in den USA – letzter Wert September 2020 bei 8,3 %


Verschiedene Szenarien können diesen Wert schnell unter 20 drücken:


a) Der S&P 500 fällt um 26 % auf ca. 2.700 Punkte

b) Die Unternehmensgewinne steigen um 37 %

c) Die Inflationsrate sinkt auf 1 %

d) Eine Kombination in kleineren Größen aller zuvor 3 Genannten


Die Treffergenauigkeit der 20er Regel liegt laut BoA bei 100 %.



9. Frühindikatoren erreichen ein Tief


Der ISM-PMI – ISM-Einkaufsmanagerindex – in den USA hat sich als guter Frühindikator in der Vergangenheit gezeigt.


ISM-PMI der letzten 25 Jahre – Letzter Wert 50,90


Der Index ist der wichtigste und verlässlichste wirtschaftliche Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Dieser Indikator gewichtet mehrere Indikatoren: Auftragseingang (30 Prozent), Produktion (25 Prozent), Beschäftigung (20 Prozent), erhaltene Lieferungen (15 Prozent) und Lagerbestand (10 Prozent). Werte über 50 zeigen eine Expansion, Werte unter 50 eine Kontraktion der Produktion an.


Entscheidend ist hier die jährliche Veränderungsrate und diese sollte über dem Tief der letzten 12 Monate liegen.


Aktuell liegt der Index mit 50,90 Punkte auf einem neuen Tief der letzten 12 Monate – Vormonat 52,80 – der Frühindikator liegt damit nur noch leicht über der 50 und weist auf eine nur noch minimal erhöhte Produktion hin, somit liegt hier keine Entwarnung vor.



10. Analystenempfehlungen


Ein klassischer Kontraindikator.


Werden die Kaufempfehlungen der Analysten immer verhaltener und empfehlen eine historisch geringe Aktienquote, so haben auch diese kapituliert.


Der Indikator ist aber sehr problematisch, denn was den Privatanlegern empfohlen wird und was intern in den Geldhäusern und auch bei den großen Investmentfonds für Strategien gefahren werden, ist eine Blackbox.


Hier liegt ein Zielkonflikt vor, denn die Banken und Investmentfonds haben immer ein Interesse daran den Kunden möglichst viel zu verkaufen, da man i.d.R. von den Gebühren lebt. Werden aber selbst diese zurückhaltender aufgrund der massiven Verluste ihrer Kundschaft, bewirkt das bei vielen Privatanlegern eine Zurückhaltung bei den Aktienkäufen und oftmals auch ein Verkaufen der Investments.


Sobald die Stimmung aber wieder umschlägt, wird wieder zum Kauf aufgerufen und das nun angesammelte Geld findet wieder seinen Weg in die Aktienmärkte.


Wie oben dargelegt lässt sich dieser Indikator für „Außenstehende“ nur schwer einschätzen, dennoch bietet ein regelmäßiger Überblick über die Empfehlungen einen weiteren Baustein zur Erkennung des Endes eines Bärenmarktes.



Fazit


Anhand der aktuellen Stände der Indikatoren kann noch nicht von einem Ende des Bärenmarktes gesprochen werden.


Jedoch gibt es bereits die ersten Signale für eine sich abzeichnende Bärenmarktrallye.


Das Abflachen der Inflation. In den USA haben auf Monatsvergleichsbasis weder die Verbraucherpreisinflation noch die Produzentenpreise weiter angezogen. Auf Monatsbasis ist dieser Wert mittlerweile fast auf null gefallen. Hier ist allein der Basiseffekt vom Vorjahr noch maßgebend für die hohen Werte, ganz im Gegensatz zu Europa.


Der FED kann sich bei der nächsten Sitzung einen weiten Spielraum geben. Wir gehen davon aus, wie von der FED signalisiert und vom Markt eingepreist, dass eine Erhöhung des Leitzinssatzes um 75 Basispunkte stattfinden wird, aber einer weiteren große Zinserhebung könnte die FED erstmal eine Absage erteilen, ein oder zwei kleinere Zinsschritte könnten noch folgen.


Die FED könnte sich jetzt die Zeit nehmen die kommende Datenlage in Ruhe auszuwerten und somit den Markt eine Zinserhöhungspause in Aussicht zu stellen, evtl. sogar mit dem Hinweis, dass eine Reduktion der Zinssätze eher kommen könnte als es der Markt erwartet.


Eine ganze Reihe negativer Aspekte würde dann entfallen.


Mindestens eine kräftige Bärenmarktrallye wäre dann zu erwarten, was auch der historischen Saisonalität der Aktienmärkte entsprechen würde. Ab Mitte Oktober dreht der Markt oftmals von seinem Tief wieder nach oben und der November gilt historisch als der beste Börsenmonat.


Wir haben uns in unserem Pro Bereich seit Anfang der letzten Woche mit mehreren Kaufwellen in die antizipierte Bärenmarktrallye positioniert.


Unsere Markteinschätzung für die nächsten Wochen:


- Aktienmärkte steigend

- US-Dollar-Index fallend

- Euro steigend

- Gold steigend

- Anleiherenditen leicht fallend



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